Innopunkt Ziele der 18. INNOPUNKT-Kampagne

Systematische Arbeitswelt- und Berufsorientierung

Schnittstellen- und Übergangsmanagement an der ersten Schwelle
von Schülerinnen und Schülern

Laufzeit der Projekte: 01.02.2007 - 31.12.2008

Die Kampagne wird als eine Gemeinschaftsaktion des MASGF mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) und der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg durchgeführt.

An welchem Problem setzt der Ideenwettbewerb an?

Derzeit scheitern ca. 14% eines Jahrgangs Brandenburger Jugendlicher an der ersten Schwelle und bleiben ohne Ausbildungsplatz. Im Flächenland Brandenburg sind erhebliche regionale Disparitäten und Mobilitätsprobleme zu verzeichnen. In vielen ländlichen Regionen sehen Schülerinnen und Schüler aufgrund von Ausbildungsplatzmangel und hoher Arbeitslosigkeit keine Zukunftsperspektiven und es kommt verstärkt zur Abwanderung junger Menschen - hier vor allem junger Frauen.

Die Verbesserung der Berufsorientierung von Brandenburger Schülern und Schülerinnen kann einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Qualität leisten. Unternehmen klagen zunehmend darüber, dass sie ihre Ausbildungsplätze nicht mit „geeigneten“ Auszubildenden besetzen können und viele Bewerber nicht über die nötige Ausbildungsreife verfügen.

Mit der Kampagne soll gezielt dem steigenden Anteil von lernmüden Jugendlichen und Schulabbrechern begegnet werden, indem Schüler und Schülerinnen frühzeitig an die Anforderungen und Möglichkeiten der Arbeits- und Berufswelt herangeführt werden. Erwartet wird, dass durch praxisnahes Lernen junge Menschen besser motiviert und interessiert in ihre spätere Ausbildungsphase eintreten.

Ziele des MASGF

Vor dem Hintergrund einer systematischen und frühzeitigen Verzahnung allgemeiner und beruflicher Bildung wird das Hauptziel verfolgt, den Berufsfindungs- und -wahlprozess von Schülerinnen und Schülern zu systematisieren und auszubauen.

Die Ziele der Kampagne sind erreicht, wenn die folgenden Teilziele realisiert wurden:

a) Es gibt mehr und passgenauere Praxislernzeiten für Schülerinnen und Schüler - mit Orientierung an individuellen Kompetenzen und Potentialen sowie regionalen Bedarfen.

b) Spezifische Angebote berücksichtigen genderspezifische Orientierungen in der Berufsorientierung und der Berufswahl.

c) Es entstehen neue und weiterentwickelte Kooperationen und Steuerungsmodelle zur Integration von Arbeitswelt- und Berufsorientierung der Schulen mit außerschulischen Partnern.

d) Die Verknüpfung bestehender Programme, Förderinstrumente sowie neuer Finanzierungsmodelle - insbesondere die Nutzung der vertieften Berufsorientierung nach dem  SGB III - zur Umsetzung regionaler Konzepte der Arbeitswelt- und Berufsorientierung ist erprobt.

e) Die regionalen Bedarfe bei der Entwicklung der Branchenkompetenzfelder werden in den Konzepten und Maßnahmen der Arbeitswelt- und Berufsorientierung berücksichtigt.

f) Neue Fortbildungskonzepte tragen zur Stärkung der Fachkompetenz und Kooperationsbereitschaft der schulischen und außerschulischen Akteure im Prozess der Arbeitswelt- und Berufsorientierung bei.

g) Bestehende und neu erarbeitete Qualitätskriterien der Schul- und Unterrichtsorganisation als PDF für die Arbeitswelt- und Berufsorientierung werden weiterentwickelt und in die Schulprogrammarbeit integriert.

Die einzelnen Projekte müssen dem Hauptziel Rechnung tragen. Zur Erreichung des Hauptziels können eines oder mehrere Teilziele gewählt werden, wobei den Teilzielen  a, b und d besondere Bedeutung zukommt.

   

Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg.

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