14.09.2009
Expertenworkshop zur Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege
des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie (MASGF) des Landes Brandenburg in Potsdam.
Das Ministerium wird im Herbst einen INNOPUNKT-Ideenwettbewerb mit dem Thema „Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege“ starten, mit dem das Land Brandenburg in den nächsten Jahren innovative, modellhafte Problemlösungen für eine bessere Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege fördern möchte.
In einer vom MASGF in Auftrag gegebenen, bislang einmaligen landesweiten Studie geht das Zentrum für Sozialforschung Halle (zsh) davon aus, dass sich mit dem fortschreitenden demografischen Wandel das Zahlenverhältnis von Pflegebedürftigen und Pflegepersonen grundlegend ändern wird. Immer mehr, vor allem hochaltrige und häufig Schwerpflegebedürftige müssen von immer weniger Pflegepersonen, die zumeist im Erwerbsleben stehen, zu Hause betreut werden. Diese Situation stellt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber im Land vor eine große Herausforderung. Auch in der Wahrnehmung der Arbeitnehmervertretung wird die Relevanz des Themas weiter wachsen.
Zur Vorbereitung des INNOPUNKT-Wettbewerbes fand heute ein Expertenworkshop statt, den Ministerin Dagmar Ziegler und der Bezirksvorsitzende der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen Olivier Höbel eröffneten. Neben einem Überblick über die Vereinbarkeitssituation von Erwerbstätigkeit und Pflege in Brandenburg wurden vorhandene Beispiele aus anderen europäischen Regionen vorgestellt und diskutiert.
Am Nachmittag wurden in zwei Diskussionsrunden gemeinsam mit relevanten Akteuren im Land Brandenburg die Wettbewerbsidee hinsichtlich ihrer konzeptionellen Ausrichtung bewertet und Vorschläge zu ihrer Ausgestaltung zusammengetragen.



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