Fachtagung - Fachkräftesicherung durch systematische Berufsorientierung und betriebliche Ausbildung

am 19. März 2009 im Inselhotel Potsdam-Hermannswerder

Angesichts des Rückgangs an Schulabgängern werden sich die Rekrutierungsbedingungen für den potentiellen Nachwuchs in Unternehmen in wenigen Jahren deutlich verschlechtern. Die Lage wird durch die Abwanderung qualifizierter (junger) Arbeitskräfte weiter verschärft. In einzelnen Wirtschaftsbereichen wird trotz anhaltend hoher Arbeitslosigkeit bereits heute über fehlende Fachkräfte geklagt und auf einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften hingewiesen. Gleichzeitig wird die duale betriebliche Ausbildung in Brandenburg die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen in den kommenden Jahren nicht befriedigen können.

Darüber hinaus wird der Übergang von der Schule zum Beruf mehr und mehr geprägt durch komplexe berufsorientierende und arbeitsweltbezogene Anforderungen. Unternehmen beklagen das Fehlen „geeigneter“ ausbildungsreifer Auszubildender. Einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Situation kann dabei eine verbesserte Berufsorientierung von Brandenburger Schülern und Schülerinnen leisten.

Die INNOPUNKT-Kampagnen "Systematische Arbeitswelt- und Berufsorientierung" und "Mehr Ausbildungsplätze durch mehr Ausbildungsbetriebe" waren deshalb ausgerichtet den Berufsfindungs- und -wahlprozess von Schülerinnen und Schülern zu systematisieren und auszubauen sowie eine deutlich stärkere betriebliche Beteiligung bei der Erstausbildung zu unterstützen.

Die 13 Modellprojekte der Kampagnen erprobten über zwei bis drei Jahre unterschiedliche Ansätze. Sie förderten ein abgestimmtes regionales Übergangsmanagements durch die Festigung der Kooperation von regionalen Institutionen und Akteuren. Sie nutzten bestehende Strukturen und Erfahrungen aus der Praxis und erprobten dazu eine Vielzahl von Good-Practice-Beispielen. Betriebe mit und ohne Ausbildungseignung, die bisher nicht ausgebildet hatten, wurden verstärkt in die Ausbildung oder Durchführung von Ausbildungsabschnitten einbezogen.

Auf der Veranstaltung, gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg, wurden die Ergebnisse beider Kampagnen vorgestellt. Es wurde darüber diskutiert, wie es gelingen kann, diese Erfahrungen nachhaltig für die Fachkräfteentwicklung und -sicherung im Land Brandenburg zu nutzen.

INNOPUNKT 18 präsentiert sich – Systematische Arbeitswelt- und Berufsorientierung

Ausgewählte Ergebnisse
Dr. Ulla Grosse, Technische Fachhochschule Wildau

Gute Beispiele aus den Projekten:

Ziele und Ergebnisse des Projektes BOSS Brandenburger Oberschulen und Schüler stärken durch praktisches Lernen und Coaching
Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg e.V., Potsdam

Praxisnahe Arbeitswelt- und Berufsorientierung im Branchenkompetenzfeld Metall der Region Eisenhüttenstadt – Organisatitionsstruktur von zukunft.metall IMU-Institut Berlin und QualifizierungsCentrum der Wirtschaft GmbH Eisenhüttenstadt

Ausgewählte Handlungsemfehlungen
Dr. Martina Brandt, Technische Fachhochschule Wildau

INNOPUNKT 15 präsentiert sich – Mehr Ausbildungsplätze durch mehr Ausbildungsbetriebe

Die Kampagne im Rückblick
SÖSTRA Institut für Sozialökonomische Strukturanalysen, PIW Progress-Institut für Wirtschaftsforschung GmbH Teltow

Gute Beispiele aus den Projekten:

Ziele und Ergebnisse des Projektes Unternehmen:Weitblick
Gesellschaft für Personalentwicklung Nord mbH

 

 

EUROPÄISCHE UNION
Europäischer Sozialfonds

Diese Veranstaltung wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg gefördert.

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