Innopunkt: Beruf, Familie, Pflegen. Neue Vereinbarkeitslösungen für Brandenburg 

Ziele der INNOPUNKT-Initiative

Laufzeit der Projekte: 20.09.2010 - 19.09.2013

An welchem Problem setzt der Ideenwettbewerb an?

Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege rückt angesichts der demografischen Entwicklung im Land Brandenburg stärker in den Blickpunkt. Bei rund einem Drittel der Menschen, die im Land Brandenburg in ihrer häuslichen Umgebung betreut oder gepflegt wurden, sind die Pflegepersonen erwerbstätig.

Bis zum Jahr 2030 wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen über 65 Jahre in Brandenburg von derzeit rund 85.000 um mehr als 70 Prozent erhöhen. Damit wird auch die Zahl der Personen, die neben ihrer Berufstätigkeit im privaten Kontext häusliche Pflege leisten, dramatisch zunehmen.

Aus arbeitsmarktpolitischer Perspektive, insbesondere mit Blick auf die Chancengleichheit von Frauen und Männern, wächst der Handlungsbedarf. Etwa drei Viertel der privaten Hauptpflegepersonen sind Frauen.

In den meisten Brandenburger Unternehmen ist die Pflege von Angehörigen und die Vereinbarkeit mit der Erwerbsarbeit jedoch noch kein Thema. Vorgesetzte und Personalverantwortliche kennen in der Regel die Vereinbarkeitsprobleme der Beschäftigten nicht, weshalb praktikable Vereinbarkeitsmöglichkeiten eher nicht im Blickfeld sind.

 

Ziele des MASF

Anhand von praktikablen, tragfähigen Lösungen soll zu einer Entlastung von Erwerbstätigen mit Pflegeverantwortung beigetragen und somit eine gute Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege ermöglicht werden.

Die Erreichung dieses Hauptziels wird durch die folgenden drei Teilziele angestrebt:

  • Zusätzliche Beratungs- und/oder Serviceangebote versetzen Brandenburger Unternehmen und deren Beschäftigte sowie aktiv Arbeitsuchende in die Lage, die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege zu ermöglichen.
  • Unternehmen entwickeln für sich oder im Verbund mit anderen Unternehmen und in Kooperation mit einschlägig erfahrenen Dienstleistern Lösungen zur Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege und setzen diese um.
  • Neue Lösungsansätze erweitern die regionalen Angebote zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Pflege.