Methodische Umsetzung der Fachkräftebedarfsanalysen in den Regionalen Wachstumskernen
Um die Vergleichbarkeit der Studien zu gewährleisten, kam bei allen Unternehmensbefragungen der Basisfragebogen des Brandenburger Fachkräftemonitoring zum Einsatz. Dieser Fragebogen wurde im Voraus mit den unterschiedlichsten Arbeitsmarkt- und Branchenexperten diskutiert und in verschiedenen regionalen Studien eingesetzt und weiterentwickelt. Insgesamt wurden mit diesem Fragebogen 222 persönliche Interviews geführt.
Zusätzlich wurden in den Regionalen Wachstumskernen Neuruppin und Perleberg/Wittenberge/Karstädt schriftliche Befragungen von insgesamt 409 Unternehmen durchgeführt. Des Weiteren waren in den meisten Regionalen Wachstumskernen auch die regionalen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsexperten aufgefordert, sich während diverser Workshops bzw. durch die Teilnahme an einer Delphi-Befragung (RWK Wittenberge/Perleberg/Karstädt) an der Analyse und der Diskussion der Ergebnisse zu beteiligen.
Insgesamt wurden im Rahmen der Unternehmensbefragungen für die Fachkräftebedarfsanalysen in den Regionalen Wachstumskernen aufgrund guter Ausschöpfungsquoten 631 Geschäftsführer und Personalverantwortliche befragt. Damit konnten 24.962 Beschäftigte in die Fachkräftebedarfsanalyse einbezogen werden.
Regionaler Wachstumskern | Untersuchte Branchen und Branchenkompetenzfelder | Anzahl untersuchter Unternehmen | Anzahl Beschäftigter in den untersuchten Unternehmen |
Eberswalde | Gesundheitswirtschaft | 38 | 2.561 |
Luckenwalde | Metall, Automotive, Biotechnologie, Ernährung, Mikroelektronik, Tourismus | 57 | 1.913 |
Ludwigsfelde | Automotive, Luft- und Raumfahrt, Logistik, Metall, Maschinenbau, Umwelt/Recycling, Elektroinstallationen | 14 | 1.307 |
Neuruppin | Alle Branchen | 118 + 55 | 2.091 + 4.905 |
Spremberg | Energie, Metall, Papier, Kunststoffe/Chemie, Tourismus, Gesundheitswirtschaft | 42 | 1.922 |
Perleberg/Wittenberge/ Karstädt | Alle Branchen | 291+16* | 9.697 + 566* |
Summe |
| 631 | 24.962 |
* Zwei Unternehmen wurden sowohl schriftlich als auch vertiefend mündlich befragt und sind hier doppelt gelistet.
Neben der Anwendung dieser qualitativen Analysemethoden gehörte auch die Darstellung der regionalen Wirtschafts- und Arbeitsmarktstrukturen auf Basis öffentlicher und halböffentlicher Statistiken zur Aufgabe der Forschungsinstitute. Dabei sollten sowohl Pendlerverflechtungen dargestellt werden als auch die Entwicklung von Beschäftigungs- und Umsatzzahlen der einzelnen Branchen sowie die Betriebs- und Beschäftigungsstrukturen und Ausbildungsaktivitäten. Wesentlich für die Analyse des Angebots an Nachwuchskräften waren die Darstellung der demografischen Situation sowie die Entwicklung der Schülerzahlen.
Auf Basis dieser Ergebnisse und in Verbindung mit den Ergebnissen der Unternehmensbefragungen waren die Forschungsinstitute aufgefordert, Handlungsoptionen für die einzelnen Regionen abzuleiten sowie ein Verstetigungskonzept für derartige Fachkräftebedarfsanalysen zu erarbeiten.



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