Chancengleichheit, Lebenslanges Lernen, Nachhaltigkeit, Demografischer Wandel und Transnationalität

Querschnittsziele der Brandenburger Arbeitspolitik und des Einsatzes des Europäischen Sozialfonds sind:

Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit

Die Brandenburger Landesregierung wird die bewährte Doppelstrategie aus spezifischen Maßnahmen zur Frauenförderung und der Implementierung des Gender-Mainstreaming auf allen Ebenen arbeitspolitisch relevanter Entscheidungen fortführen.

In jedem Förderschwerpunkt sind spezifische Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verankern. Die Brandenburger Landesregierung will durch die Umsetzung des Gender-Mainstreaming-Prinzips mehr Geschlechtergerechtigkeit erreichen. 

Lebenslanges Lernen

Die Stärkung der Handlungs- und Beschäftigungsfähigkeit der Menschen steht im Vordergrund der bildungspolitschen Diskussion zum Lebenslangen Lernen. Eine zeitgemäße Lernkultur erfordert neue und mehr Beratungs- und Serviceangebote, aber auch mehr Kommunikation aller Akteure und neue Formen partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Unternehmen und Wirtschaftsverbände, Kommunal- und Kreisverwaltungen, Bildungs-, Sozial- und Jugendeinrichtungen, Vereine, Wirtschafts- und Sozialpartner u. a. müssen zu neuen Formen der Zusammenarbeit angeregt werden.

Berücksichtigung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimension der nachhaltigen Entwicklung

Nachhaltige Entwicklung hat stets wirtschaftlichen, arbeitspolitischen und ökologischen Gewinn zum Ziel und wird als Querschnittsziel in den Interventionen des Europäischen Sozialfonds in Brandenburg berücksichtigt. Die Herausforderungen für den Brandenburger Arbeitsmarkt liegen vor allem in der Sicherung und Entwicklung der vorhandenen endogenen Potenziale der Wirtschaft und der Humanressourcen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Naturressourcen.

Die Gestaltung des demografischen Wandels und seiner Folgen

Die demografische Entwicklung in Brandenburg birgt eine doppelte Herausforderung, die durch Fachkräftebedarf einerseits und strukturelle Langzeitarbeitslosigkeit andererseits geprägt ist. Der Einsatz des Europäischen Sozialfonds in Brandenburg unterstützt die Gestaltung des demografischen Wandels und seiner Folgen durch die Förderung von:

a) Anpassungsfähigkeit von Beschäftigten und Unternehmen

b) Verbesserung des Humankapitals und der

c) Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung und sozialer Teilhabe.

Die Nutzung der Chancen transnationaler Zusammenarbeit und Kooperation

Eine verstärkte transnationale Kooperation bereitet den Weg für europäische Zusammenarbeit und interkulturelle Kompetenzen. Das Land Brandenburg fördert die Transnationalität durch einen kombinierten Ansatz: Einerseits wird sie ähnlich wie ein Querschnittsziel in den Aktivitäten innerhalb der einzelnen Prioritätsachsen berücksichtigt. Andererseits rechtfertigen spezifische Chancen transnationaler Zusammenarbeit die Bündelung von Aktivitäten innerhalb einer eigenen Prioritätsachse.