Zukunft gestalten für Brandenburgs Jugend an der 2. Schwelle
Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote für Jugendliche an der 2. Schwelle – zukunftsorientierte Beschäftigungsfelder in Unternehmen nutzen
Laufzeit der Projekte: 01.08.2002 – 31.07.2004
Ansprechpartner: Achim Hartisch, Tel.: 03 31 - 6 00 23 94
An welchem Problem setzt der Ideenwettbewerb an?
Von der trotz umfangreicher Gegenmaßnahmen hohen Arbeitslosigkeit in Brandenburg sind besonders auch Jugendliche betroffen. Während intensive Anstrengungen des Landes dazu beigetragen haben, die Probleme von Jugendlichen beim Übergang von der Schule in die Ausbildung, der sogenannten 1. Schwelle, weitestgehend zu lösen, treten nun verstärkte Schwierigkeiten beim Übergang von der Ausbildung in den Beruf auf, der sogenannten 2. Schwelle. Aufgrund mangelnder Arbeitsplätze wandern viele qualifizierte Jugendliche in prosperierende Regionen Deutschlands ab. Dies wird für die wirtschaftliche Entwicklung Brandenburgs mittelfristig ein Problem darstellen.
Aufgrund der demographischen Entwicklung ist in Brandenburg ein Fachkräftemangel vorhersehbar. Viele ostdeutsche Unternehmen weisen ein hohes Durchschnittsalter ihrer Beschäftigten auf. Wenn nunmehr - als Folge des Geburtenrückgangs nach der Wiedervereinigung – die geburtenschwachen Jahrgänge in den Arbeitsmarkt eintreten, sind die Unternehmen vor ein Beschäftigungsproblem gestellt: Auf der einen Seite haben sie einen Bedarf an neuen Fachkräften, auf der anderen Seite ist das Arbeitsangebot an Nachwuchskräften stark rückläufig. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die dann nicht in der Lage sein werden, Fachkräfte aus anderen Regionen zu rekrutieren, könnten in extremen Fällen in ihrer Existenz bedroht sein. Vielfach wird aber das Fachkräfteproblem von den Unternehmen in seiner ganzen Tragweite - mit den negativen Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Wirtschaft, welche erneut zur Gefährdung von Arbeitsplätzen führen kann - noch nicht erkannt. Die Betriebe müssen mit personalwirtschaftlichen Maßnahmen auf die Herausforderungen des erwarteten Fachkräftebedarfs antworten und für ausreichende Kapazitäten an Fachkräften sorgen.
Ziele der Initiative des MASGF
Mit der 5. INNOPUNKT-Kampagne soll ein Beitrag geleistet werden, auf die drängende Situation an der 2. Schwelle zu reagieren, wobei gleichzeitig das Problem der "demographischen Falle" in den Blick genommen werden soll. Mit der Kampagne wird die Möglichkeit gegeben, verschiedenste Wege und Methoden dazu praktisch zu erproben.
Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie will mit der 5. INNOPUNKT-Kampagne unmittelbar zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit beitragen, indem innovative Wege zur Erschließung und Schaffung neuer Beschäftigungsverhältnisse für Jugendliche erprobt werden. Die Kampagne soll neue praktische Erkenntnisse zur Lösung von Übergangsproblemen der Jugendlichen an der 2. Schwelle erbringen. Durch die von INNOPUNKT geförderten Projekte sollen arbeitslose bzw. von Arbeitslosigkeit bedrohte Jugendliche grundsätzlich bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres an der sogenannten 2. Schwelle dauerhaft beschäftigt werden.






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