Mehr Chancen für ältere Fachkräfte
Brandenburger Unternehmen nutzen das Leistungspotenzial älter werdender Beschäftigter und das Know-how arbeitsloser Fachkräfte
Laufzeit der Projekte: 01.05.2004 - 30.04.2006
An welchem Problem setzt der Ideenwettbewerb an?
Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stellen in Deutschland - aber auch in vielen anderen Industrienationen - ein bislang unzureichend genutztes Potential des Arbeitsmarktes dar. Im internationalen Vergleich ist die Erwerbstätigenquote älterer Menschen sogar besonders gering. Im 7. Betriebspanel zur Entwicklung von Betrieben und Beschäftigten in Brandenburg (vom Mai 2003) wird ausgeführt: "Nur 20 Prozent der Beschäftigten in Brandenburg sind älter als 50 Jahre. Nur 48 Prozent der Brandenburger Betriebe beschäftigen ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Dabei besteht allerdings eine starke Abhängigkeit von Betriebsgröße und Branchenzugehörigkeit. Während nur 36 Prozent der Kleinstbetriebe mit weniger als fünf Beschäftigten Personen ab 50 Jahren beschäftigen, sind in fast allen Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten Ältere tätig.... Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass in den nächsten Jahren die Alterung der Belegschaften in Brandenburg und Ostdeutschland schneller als in Westdeutschland voranschreiten wird. Die zurzeit 35- bis 50-jährigen Beschäftigten, die in ca. zehn Jahren die Gruppe der Älteren bilden werden, weisen in Brandenburg (49,7 Prozent) und in den neuen Bundesländern (47,8 Prozent) einen erheblich höheren Anteil auf als in Westdeutschland (43,9 Prozent)."
Um den Herausforderungen der demographischen Entwicklung und der neuen Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten entgegen zu treten, ist es notwendig, die Ressource der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unmittelbar zu nutzen. Dazu muss u.a. das inzwischen modern gewordene Schlagwort vom 'Lebenslangen Lernen' in der Praxis in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden und die Arbeitsbedingungen müssen entsprechend der altersphysiologischen Erkenntnisse angepasst werden.
Ziele der Initiative des MASGF
Der 10. INNOPUNKT Ideenwettbewerb will daher Best-Practice-Beispiele in Unternehmen schaffen, um aufbauend auf einer positiven Einstellung des überwiegenden Teils der Brandenburger Unternehmen zu älteren Beschäftigten sowohl das kreative Potenzial und die beruflichen Kenntnisse der älteren Beschäftigten in Hinblick auf den demografischen Wandel besser zu nutzen, als auch das brachliegende Know-how arbeitsloser älterer Fachkräfte mit einem veränderten Rekrutierungsverhalten diesen arbeitslosen Fachkräften gegenüber zu erschließen. Die Ziele des Wettbewerbs sind erreicht, wenn nach Beendigung der Projektförderung in Brandenburg die nachhaltige Integration älterer Fachkräfte in Unternehmen gelungen ist, Arbeitsplätze für ältere Fachkräfte in Unternehmen stabilisiert sind, die Nachhaltigkeit der Projektansätze u.a. durch die Nutzung der gesetzlichen Instrumente der Bundesagentur für Arbeit gewährleistet ist, die Personalverantwortlichen in Unternehmen aller Betriebsklassengrößen Best-Practice-Beispiele generiert haben und diese wirkungsvoll - mit Unterstützung der Personalverantwortlichen der Unternehmen - veröffentlicht worden sind.





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