Innopunkt: Beruf, Familie, Pflegen. Neue Vereinbarkeitslösungen für Brandenburg 

Ziele der INNOPUNKT-Initiative

Laufzeit der Projekte: 01.12.2011 - 30.11.2014

An welchem Problem setzt der Ideenwettbewerb an?

Die Entwicklung und der Erhalt von Fachkräften haben im Rahmen der Arbeitspolitik des Landes Brandenburg hohe Priorität für eine dynamische, auf die Anforderungen der Zukunft ausgerichtete Volkswirtschaft. Neben der fachlichen Qualifikation und der sozialen Kompetenz stellen Gesundheit und Motivation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wesentliche Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg der Betriebe in Brandenburg dar.

Die Einführung und Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) ist ein anerkannt geeignetes Instrument, um den strategischen Ansatz der Brandenburger Arbeitspolitik – Gute Arbeit für alle – zu untersetzen. BGM umfasst dabei die ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung sowohl gesundheitsförderlicher Arbeits- und Organisationsbedingungen im Betrieb (Verhältnisprävention) als auch betrieblicher Strukturen für die Befähigung der Beschäftigten zum gesundheitsförderlichen Verhalten (Verhaltensprävention).

In Betrieben mit weniger als 50 Beschäftigten (Kleinbetrieben), die in Brandenburg den überwiegenden Teil der Betriebsstätten stellen, ist dieses Instrument bisher nur wenig verbreitet. Als Hinderungsgründe für die Einführung von BGM werden von den Betrieben insbesondere der Vorrang des Tagesgeschäftes, fehlende Ressourcen und Motivation angegeben. Darüber hinaus fehlen in vielen Betrieben Informationen zur Umsetzung von BGM oder Kenntnisse über externe Unterstützungsmöglichkeiten.

 

Ziele des MASF

Das Hauptziel der INNOPUNKT-Initiative ist die Einführung von BGM bzw. BGF (betriebliche Gesundheitsförderung) insbesondere in Brandenburger Kleinbetrieben modellhaft zu erproben und somit Arbeitgeber und Beschäftigte nachhaltig zur Realisierung des Ansatzes „Gesunde Arbeit in Gesunden Organisationen“ zu aktivieren.

Die Erreichung dieses Hauptziels wird durch die folgenden Teilziele angestrebt:

  1. Multiplikatoren und Führungskräfte in Betrieben sind für die Umsetzung von BGF/BGM spezifisch angesprochen, sensibilisiert und befähigt. Zusätzlich sind Methoden und Instrumente zur spezifischen Analyse der betrieblichen Situation und zur Einführung von BGF/BGM in Kleinbetrieben entwickelt/angepasst und erprobt.
  2. a. Bestehende Unternehmensnetzwerke sind um das Thema BGF/BGM ergänzt oder neue hierzu gegründet. Die Netzwerke sind bezüglich BGF/BGM eingerichtet, erprobt und aktiv.
    b. Fachliche Unterstützungsstrukturen (einzelner Anbieter oder von Anbieternetzwerken) zur Steigerung der Kompetenz der Betriebsleitungen und der Beschäftigten sowie zur Umsetzung von Maßnahmen zu BGF/BGM in Betrieben sind eingerichtet, erprobt und aktiv.
  3. Zur  Bewertung der Gesundheitssituation von Beschäftigten ausgewählter Branchen oder  Regionen liegen Methoden und Instrumente differenzierbar nach Betriebsgröße vor und sind erprobt.

Von allen Projektkonzepten, die im Rahmen dieses Ideenwettbewerbs eingereicht werden, wird erwartet, dass sie mindestens Teilziel 1 erfüllen. Kombinationen aus Teilziel 1 mit anderen Teilzielen sind erwünscht und werden bevorzugt.

 

Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg.

Europäischer Sozialfonds - Investition in Ihre Zukunft.

Zuständige Beraterin bei der ZukunftsAgentur Brandenburg:

Anja Bergner   ZAB Arbeit