Das Programm -
Nachqualifizieren
Ein Berufsabschluss ist die Eintrittskarte für den Arbeitsmarkt. Wer keine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen kann, hat einen schweren Stand. Deswegen fördert das Bundesprogramm ‚Perspektive Berufsabschluss‘ deutschlandweit Projekte, die eine berufliche Nachqualifizierung regional verankern.
An- und Ungelernte sind überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen. Wenn sie Arbeit haben, ist ihre Beschäftigung meist wenig stabil und oft prekär. Langfristig verbessern können die Betroffenen ihre Beschäftigungsperspektiven nur dadurch, dass sie einen Berufsabschluss nachholen. Für Unternehmen wiederum kann eine systematische Personalentwicklung angelernter Kräfte zur Zukunftsstrategie werden, um den künftigen Fachkräftebedarf zu sichern. Um berufliche Nachqualifizierung An- und Ungelernter im Unternehmen aber umsetzen zu können, müssen entsprechende Strukturen regional erst auf- bzw. ausgebaut werden. Genau hier setzt das Programm ‚Perspektive Berufsabschluss‘ (Laufzeit 2008 bis 2012) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit der Förderinitiative ‚Abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung‘ an. Deutschlandweit werden darüber 22 Projekte gefördert, die in Abstimmung mit den regionalen Arbeitsmarktakteuren Regelangebote zur Nachqualifizierung entwickeln. Das umfasst die gemeinsame (Weiter-)Entwicklung zielgruppenspezifischer Informations- und Sensibilisierungskonzepte, eines regional abgestimmten Leitbildes zur Weiterbildungsbegleitung, einschließlich notwendiger Finanzierungsmodelle und einheitlicher Qualitätsstandards, sowie den Aufbau nachhaltig wirkender Kooperationsverbünde. Das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) begleitet die Vorhaben wissenschaftlich.
Dominique Dauser,
Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)
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