Ein gutes Angebot
Für jede und jeden in allen Regionen
Rund 80 Prozent der Gründerinnen und Gründer, die von einem regionalen Lotsendienst betreut wurden, bestehen am Markt. Das hätten Befragungen durch einzelne Lotsendienste ergeben, sagt Marlis Heydebreck. Sie ist in der LASA Brandenburg GmbH für Existenzgründung zuständig und begleitet die Lotsendienste bei ihrer Arbeit.
Bisher sei es jedem Lotsendienst selbst überlassen gewesen, wie er seine Verbleibsstatistik führt, sagt Marlis Heydebreck. Manche hätten nach zwei, andere nach fünf Jahren die ehemaligen Gründer angerufen und nachgefragt. Die neue Existenzgründungsrichtlinie gibt jetzt einen einheitlichen Rahmen vor. Erfasst werden soll der Verbleib ein Jahr nach Gründung.
Nachhaltigkeit spielt bei den Lotsendiensten eine große Rolle. Es ist ja gerade ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Gründerinnen und Gründer später als Selbstständige und Unternehmer ihre Existenz eigenständig sichern. Dieser Anspruch deckt sich auch mit den Zielen des Europäischen Sozialfonds (ESF), aus dem die Lotsendienste gefördert werden. Die Qualität der Beratung spielt deshalb bei den Lotsendiensten eine große Rolle, das auch, weil Gründungsinteressierte in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt gleich gute Leistungen erhalten sollen.
Wichtig ist, dass jede Gründerin, jeder Gründer die Hilfe bekommt, die sie oder er braucht. „Zukünftig sollen die Lotsen mehr Gefühl dafür entwickeln, ob der einzelne Gründer bei ihnen richtig ist oder durch einen anderen Gründungsservice besser bedient werden kann“, sagt Marlis Heydebreck. Ein regionaler Lotsendienst sollte beispielsweise einen jungen Gründer an eine Gründungswerkstatt weiterleiten. Ebenso könnte eine Gründungswerkstatt eine Gründerin mit einer innovativen Idee an ‚Innovationen brauchen Mut‘ verweisen.
Damit eben dies verstärkt geschieht, sind in der neuen Existenzgründungsrichtlinie alle sechs Förderbereiche des MASF zusammengefasst. „Damit will das Arbeitsministerium Synergien zwischen den Förderbereichen stärken.“ (jac)
Die Qualität
Liegt ihr am Herzen
Eine Aufgabe von Marlis Heydebreck bei der LASA ist, die gute Arbeit der Lotsendienste sicherzustellen. Sie arbeitet dabei eng mit den Lotsinnen und Lotsen zusammen.
Frau Heydebreck, wie haben sich die Lotsendienste in den 10 Jahren entwickelt?
In der ersten Zeit ging es bei ihnen vor allem darum, die externe Beratung und das Assessment zu organisieren. In den Folgejahren fokussierten sie verstärkt die inhaltliche Arbeit.
Inwiefern?
Die Lotsendienste haben Kooperationen mit den Arbeitsagenturen und später den Jobcentern aufgebaut. Arbeitsagenturen und Jobcenter verlassen sich auf Voten der Lotsendienste und Tragfähigkeitsbescheinigungen, um die Gründerinnen und Gründer zu fördern. Das ist nur ein Beispiel.
Und ein weiteres?
Die Lotsendienste arbeiten eng mit gründungsrelevanten Partnern in ihrer Region zusammen, beispielsweise Sparkassen, Banken, Unternehmensverbände. Vertreter dieser Partner sind dabei, wenn die Gründungsinteressierten zum Abschluss des Assessment-Centers ihre Vorhaben präsentieren. Die Partner entscheiden mit, ob die Vorhaben tragfähig erscheinen. Eine gute Netzwerkarbeit ist entscheidend für den Erfolg von Gründungen.
Was macht die LASA?
Unsere Aufgabe ist es, die Qualität der Existenzgründungsberatung zu sichern. Wir haben gemeinsam mit den Lotsendiensten einheitliche Qualitätsstandards entwickelt. Beispielsweise wie die Lotsendienste die Qualität der externen Coaches überprüfen. Wir initiieren regelmäßig Erfahrungsaustausche zwischen den Lotsen, damit gute Beispiele auf andere Regionen übertragen werden können. (jac)
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Unsere E-Mail-Adresse: brandaktuell(at)lasa-brandenburg.de

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