Prisma - Nr. 1/2012

„Eine interessante Erfahrung“

A. J. P. Carneiro aus Brasilien, ArcelorMittal Eisenhüttenstadt

A. J. P. Carneiro steht vor der Stahlblume und dem Verwaltungsgebäude
A. J. P. Carneiro steht vor der Stahlblume und dem Verwaltungsgebäude

Alexandre Janot Pacheco Carneiro ist 27 Jahre alt. Seit August 2008 arbeitet der gelernte Bauingenieur in Eisenhüttenstadt. Er ist im Verbesserungswesen (Progress Academy) beschäftigt, wo 12 Mitarbeiter tätig sind, darunter viele mit internationalem Hintergrund.

Der Ingenieur aus Belo Horizonte, einer Großstadt im Süden Brasiliens, hat zunächst bei ArcelorMittal, in dem Werk von Vega do Sul, Brasilien gearbeitet. Dort war er im Projektmanagement beschäftigt, das eine Verzinkungsanlage aufgebaut hat. Danach hat er sich für ein Austauschprogramm interessiert, das der Konzern aufgelegt hatte, um junge Führungskräfte zu motivieren, eine Zeit lang im Ausland tätig zu sein.

„Meine Wahl fiel auf Deutschland, weil deutsche Produkte einen Hightech-Standard besitzen und ich denke, dass ich davon profitieren kann. Außerdem wollte ich gerne noch eine fremde Sprache lernen, so begründet A.  J.  P.  Carneiro seine Auswahl für den Standort Eisenhüttenstadt.

Und was sind seine bisherigen Erfahrungen? Lachend berichtet er: „Es stimmt, die Deutschen sind pünktlich und zuverlässig.“ Aber er schätzt auch die Direktheit. In Brasilien gehe es höflicher zu, dabei würde nicht immer gesagt, worum es gehe. „Gerade für meine Arbeit im Verbesserungswesen ist diese Direktheit von Vorteil“, so Carneiro.

Der junge Brasilianer will in zwei Jahren wieder zurück in seine Heimat gehen, wenn er sein Masterstudium ‚Projektmanagement‘ beendet hat. Dieses absolviert er neben der Arbeit am Wochenende in Berlin.  (em)

 

„Ich fühle mich wohl“

R. Movsisyan aus der Ukraine, ArcelorMittal Eisenhüttenstadt

Roza Movsisyan in der Eingangshalle des Verwaltungsgebäudes
Roza Movsisyan in der Eingangshalle des Verwaltungsgebäudes

Seit 2002 ist die Ingenieurin Roza Movsisyan bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt beschäftigt. Sie ist derzeit im Roheisenwerk als Managementingenieurin für die Bereiche Umwelt, Arbeitsschutz und Qualitätssicherung zuständig.

Nach Deutschland gekommen ist die junge Ukrainerin im Jahr 1998. Sie hatte zuvor in der Stahlstadt Dnepropetrovsk ein Metallurgie-Studium begonnen. Ein Austauschprogramm ihrer Universität mit der TU Freiberg ‚lockte‘ sie dann nach Sachsen. „Es war alles sehr neu für mich. Die deutsche Sprache, die lockere Atmosphäre an der Uni und der Komfort der Unterkunft“, so beschreibt die damalige Studentin ihre ersten Eindrücke.

Sie berichtet aber auch von der ersten schwierigen Zeit, die zwei ihrer ehemals vier ukrainischen Studienkolleginnen nicht lange durchgehalten haben. Sie habe aber die Chance genutzt und 2002 einen Abschluss in Werkstoffwissenschaft erworben.

Direkt nach ihrem Studium hat sich R. Movsisyan bei ArcelorMittal beworben und ist nach einem Traineeprogramm eingestellt worden. Und sie fühlt sich wohl, im Werk und in Eisenhüttenstadt, wo sie wohnt. „Ich kann mir nicht vorstellen, woanders zu arbeiten oder zu wohnen“, stellt sie zufrieden fest.  (em)

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Reihe 'Gute Arbeit'

In dieser Ausgabe stellen wir den Aspekt ‚Multikulturelle Teams‘ vor. Für Arbeitgeber hat die Multikulturalität den Vorteil, dass sich international zusammengesetzte Teams durch ein hohes Maß an Kreativität, Flexibilität und Sensibilität auszeichnen. Allein durch ihre Zusammensetzung sind sie in der Lage, eine größere Zahl von Alternativen und Ideen zu generieren als kulturell homogene Teams, da die Teammitglieder unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen mitbringen.

Diese Vorteile versucht auch der internationale Konzern ArcelorMittal zu nutzen, der am Standort Eisenhüttenstadt ein integriertes Hüttenwerk mit hoch technisierten Anlagen und Technologien unterhält. Hier werden multikulturelle Teams, z.  B. in der ‚Verbesserungsabteilung‘, gezielt eingesetzt. Mittlerweile haben von den 2.306 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen 27 einen Migrationshintergrund.